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Hilfskräfte

Zuletzt geändert von Kerstin Weinberger Aug 29

 


Allgemeines zu Hilfskräften

Notwendige Unterlagen zur Einstellung bzw. Vertragsverlängerung

Umfang einer Hilfskrafttätigkeit

Maximaldauer einer Hilfskrafttätigkeit

Vergütung für Hilfskräfte an der TUM mit Hiwi-Rechner

Stipendium neben einer Hilfskraftbeschäftigung

Sozialversicherungsrecht

Ausländische Studenten

Merkblätter



Allgemeines zu Hilfskräften

Für Studenten oder Hochschulabsolventen besteht die Möglichkeit an der TUM im Rahmen einer Hilfskrafttätigkeit zu arbeiten.

Es ist zu beachten, dass eine Hilfkraftbeschäftigung in einem rein nicht akademischen Tätigkeitsbereich (z.B. Bibliotheksaufsicht) nicht erfolgen darf. Die Aufgaben müssen zumindest zum Teil akademische Ansprüche (wie z.B.Tutorien, Korrekturen, Forschung, Entwicklung, Organisation, etc.) erfüllen.

Es werden 3 Kategorien unterschieden:

  1. Studentische Hilfskräfte
    • mit aktueller Immatrikulation an einer deutschen Hochschule
  2. Wissenschaftliche Hilfskräfte (Bachelor)
    • mit einem Bachelorabschluss (Univ.)
    • bzw. einem Bachelor (FH) oder Diplom (FH)
      bis 28.02.2011 unter der zusätzlichen Voraussetzung, dass sich die Hilfskraft in der Promotionsvorbereitung befindet. Dieses zusätzliche Erfordernis entfällt durch Rechtsänderung des Art. 19 BayHSchPG ab 01.03.2011,
    • sowie vergleichbaren ausländischen Abschlüssen.
  3. wissenschaftliche Hilfskräfte (Master)
    • mit einem Diplom (Univ.) oder einem Masterabschluss (Univ./FH)
    • sowie vergleichbaren ausländischen Abschlüssen.


Die Eingruppierung in den jeweiligen Status erfolgt entsprechend der Voraussetzungen (Immatrikulation, Abschluss, Aufgaben, etc.).

 

Anrechnung von Hilfskrafttätigkeiten auf die Promotionszeit (Bitte diese Zeile (ggf. vorn am Dreieck) anklicken um weiterzulesen)

Gem. § 2 Abs. 1 S. 1 WissZeitVG darf eine befristete wissenschaftliche Beschäftigung nach Abschluss des Studiums für eine Dauer von höchstens 6 Jahren erfolgen.

Auf die 6 Jahre Höchstbefristungsdauer werden alle befristeten Beschäftigungsverhältnisse gerechnet, die

  • mind. 1/4 der regelmäßigen Arbeitszeit eines Vollzeitbeschäftigten betragen
    (d.h. Anrechnung auf die Promotionszeit erfolgt erst bei einem Hiwi-Job über 10 Std./Wo.)

    UND
  • nach Abschluss des Studiums liegen
    (Beachte: Der Bachelor-Abschluss kann das Studium bereits abschließen, wenn hiernach das Studium nicht fortgeführt wird bzw. anschließend ein Studium in einem anderen Studiengang durchgeführt wird.
    Beispiele:
    1. Bachelor (Informatik), danach Master (Informatik) --> Das Informatik Studium wird fortgeführt und wird erst durch den Master-Abschluss abgeschlossen.
    --> Wiss. Hilfskraft-Tätigkeiten nach dem Bachelor-Abschluss werden nicht auf die Promotionszeit angerechnet
    2. Bachelor (Informatik), danach Studium in Physik (Bachelor oder Master) --> Das Informatik Studium ist durch den Bachelor abgeschlossen.
    --> Wiss. Hilfskraft-Tätigkeiten nach dem Bachelor-Abschluss werden auf die Promotionszeit angerechnet

Für Studenten, die bereits einen ersten Abschluss (z.B. Bachelor (Univ.)) haben, aber noch an einer deutschen Hochschule als Studenten immatrikuliert sind und eine Anrechnung der Hilfskrafttätigkeit auf Ihre Promotionszeit vermeiden wollen, können, sofern Sie tatsächlich stud. Hilfskrafttätigkeiten ausüben eine gemeinsame Erklärung mit dem Betreuer mithilfe dieser Erklärung zur Einstellung als stud. Hilfskraft abschließen. Die Einstellung kann dann, sofern die Voraussetzungen hierfür erfüllt sind, im Rahmen einer studentischen Hilfskrafttätigkeit erfolgen.

 

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Notwendige Unterlagen zur Einstellung bzw. Vertragsverlängerung

Die Unterlagen sind frühzeitig vor Vertragsbeginn vollständig

  • bei Verträgen am Institut für Informatik beim zuständigen Betreuer bzw. beim zuständigen Lehrstuhlsekretariat
  • bzw. bei Verträgen am Zentrum Mathematik beim Infopoint Mathematik,
    Postkürzel SB-S-MA,
    Raum FMI 00.10.054, e-mail: infopoint@ma.tum.de,
    (Die aktuellen Öffnungszeiten sind der Web-Site des Infopoint zu entnehmen.)

 abzugeben.

 Nur dadurch kann gewährleistet werden, dass die Einstellung zum gewünschten Zeitpunkt vollzogen werden kann.  

Der Vertrag wird im Servicebüro Zentrale Dienste erstellt und an den Betreuer zurück geschickt, damit er an die Hilfskraft ausgehändigt und unterschrieben wird.
Erst wenn die unterschriebene 2. Ausfertigung des Arbeitsvertrages wieder im Servicebüro eingeht, werden die Vertragsdaten an das Landesamt für Finanzen weitergeleitet, so dass die Anweisung der monatlichen Vergütung erfolgen kann.  

 

>> Bitte im folgenden die entsprechende Zeile (ggf. vorn am Dreieck) anklicken, um Inhalte anzuzeigen. <<

Für die Einstellung von studentischen Hilfskräften  werden folgende Unterlagen benötigt:

 

Bitte dem Studenten zur Information aushändigen:

Für die Vertragsverlängerung oder Wiedereinstellung (innerhalb 1 Jahres) von studentischen Hilfskräften  werden folgende Unterlagen benötigt:
  • Einstellungsvorschlag (vom Lehrstuhl/Betreuer auszufüllen) für Vertragserstellungen am Institut für Informatik
    • Bitte verwenden Sie am Zentrum Mathematik das Webformular
  • Immatrikulationsbescheinigung (zwingend, wenn noch nicht vorhanden!)
  • Feststellung der Versicherungspflicht
    bei dem Wunsch der Befreiung von der Rentenversicherungspflicht bitte beliegenden Antrag (zu finden unter "Merkblatt zur Rentenversicherungspflicht") mitschicken!
  • ggf. Erklärung zur Einstellung als stud. Hilfskraft (Bitte nur abgeben, wenn bei Vorliegen eines Hochschulabschlusses (z.B. Bachelor) und gleichzeitiger Immatrikulation weiterhin Beschäftigung als stud. Hilfskrafttätigkeit und nicht als wiss. Hilfskraft gewünscht ist.
  • Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung überprüfen und ggf. neu vorlegen.
Für die Einstellung von wissenschaftlichen Hilfskräften  werden folgende Unterlagen benötigt: 

 

Bitte der Hilfskraft zur Information aushändigen:

Für die Vertragsverlängerung oder Wiedereinstellung (innerhalb 1 Jahres) von wissenschaftlichen Hilfskräften  werden folgende Unterlagen benötigt:
  • Einstellungsvorschlag (vom Lehrstuhl/Betreuer auszufüllen) für Vertragserstellungen am Institut für Informatik
    • Bitte verwenden Sie am Zentrum Mathematik das Webformular
  • Immatrikulationsbescheinigung (soweit vorhanden)
  • Feststellung der Versicherungspflicht
    bei dem Wunsch der Befreiung von der Rentenversicherungspflicht bitte beliegenden Antrag (zu finden unter "Merkblatt zur Rentenversicherungspflicht") mitschicken!
  • Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung überprüfen und ggf. neu vorlegen.
 zusätzlich bei EU-Ausländern (ab dem 01.01.2013 entfallen die bisherigen Zusatzregelungen!) Neu gilt:
  •  Immatrikulierte Studenten benötigen keine Freizügigkeitsbescheinigung mehr. Dieses Formular wurde seit dem 29.01.2013 bundesweit abgeschafft. Bitte reichen Sie lediglich eine Kopie des gültigen Ausweises/Passes ein.
  • Nicht immatrikulierte wissenschaftliche Hilfskräfte benötigen in Zukunft keine Arbeitserlaubnis mehr.

bei Änderung der Adresse oder der Bankverbindung

bei Kontakt mit sensiblen Daten

 

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Umfang einer Hilfskrafttätigkeit 

Die Ausübung einer Hilfskrafttätigkeit erfolgt gem. Art. 33 HSchPG nebenberuflich, das heißt sie darf nicht überwiegend sein.

Die Arbeitszeit darf daher höchstens 20 Wochenstunden  betragen.

Für wissenschaftliche Hilfskräfte ist die 20-Stunden-Grenze zu jeder Zeit maßgebend, da sie zu jeder Zeit die Möglichkeit haben, parallel zur Hilfskrafttätigkeit hauptberuflich zu arbeiten.
 

Bei studentischen Hilfskräften jedoch gilt diese Grenze nur während der Vorlesungszeit, da sie nur hier durch den „Hauptberuf“ – das Studium überwiegend gefordert werden.

Aus Gründen der einheitlichen Behandlung gilt für Hilfskrafttätigkeiten aller 3 Kategorien am Zentrum Mathematik und Institut für Informatik jederzeit die 20-Stundengrenze.

 

Für studentische Hilfskräfte hat die 20-Stundengrenze eine weitere Bedeutung.

Im Sozialversicherungsrecht (Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, Pflegeversicherung, mit Ausnahme der Rentenversicherung) sind Personen, während sie ordentliche Studierende an einer deutschen Hochschule sind, sozialversicherungsfrei.
Dieser sog. Studentenstatus besteht jedoch nur, solange sie nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten. In den Semesterferien darf (außerhalb der TUM) auch darüber hinaus gearbeitet werden.

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Maximaldauer einer Hilfskrafttätigkeit 

Gem. § 2 Abs. 1 S. 1 Wissenschaftszeitvertragsgesetz (=WissZeitVG) dürfen Personen vor Abschluss der Promotion maximal für 6 Jahre (= 72 Monate) in einem befristeten Arbeitsverhältnis beschäftigt werden.

Da gem. § 2 Abs. 3 S. 3 WissZeitVG Zeiten, die vor dem Abschluss des Studiums liegen, auf die o.g. Dauer nicht angerechnet werden, können studentische Hilfskräfte für die Dauer ihres Studiums i.d.R. ohne Beachtung einer sonstigen Höchstdauer beschäftigt werden.

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Vergütung für Hilfskräfte an der TUM 

Die Vergütung für Hilfskräfte erfolgt an der TUM nach einheitlichen Vergütungssätzen entsprechend der jeweiligen Kategorie (stud. (Nr.1 (ohne Hochschulabschluss) s.o.)/ wiss. (Nr.2 (Bachelor) s.o.)/ wiss. (Nr.3 (Diplom, Master) s.o.)).

 

Die Vergütungssätze erhöhen sich zum 01.06.2013 und zum 01.04.2014:


Die vertraglich festgesetzten Vergütungssätze erhöhen sich um die einmal jährlich gewährte Sonderzuwendung. Diese beträgt für wiss. Hilfskräfte nach Nr. 3 65% und für wiss. Hilfskräfte nach Nr. 2 und stud. Hilfskräfte 70% der monatlichen Vergütung.
Ausgezahlt wird die Sonderzuwendung grds. im November eines Jahres. Sollte der Hilfskraftvertrag bereits vorher enden, erfolgt die Auszahlung anteilig für den Vertragszeitraum im letzten Monat der Tätigkeit.


Dieser 
Hiwirechner (mit neuem Excel 2010 öffnen), bzw. dieser Hiwirechner (mit altem Excel 2004 öffnen) berücksichtigt die aktuellen Vergütungssätze und die neue Geringfügigkeitsgrenze von 450 € und ermöglicht Ihnen die einfache Berechnung sowohl der Bruttovergütung für Hilfskräfte als auch der sich insgesamt für den Arbeitgeber bzw. das Projekt ergebenden Kosten.

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Stipendium neben Hilfskraft-Tätigkeit

Hinzuverdienstsgrenzen des Stipendiengebers

Die meisten Stipendienprogramme sehen Einschränkungen von sonstigen Beschäftigung zum Hinzuverdienst vor. Dies kann hinsichtlich zeitlicher Inanspruchnahme (z.B. Nebenjob bis zu 10 Std./Wo.) sowie finanziell (z.B. Hinzuverdienst bis zu 450 Euro/Monat oder sogar nur 150 Euro/Monat) sein.

Die Einhaltung dieser Richtlinien obliegt dem Stipendiaten. Hier ist ggf. ein Nachweis einzureichen, damit die Prüfuung durch das Servicebüro des Institut für Informatik/ Zentrum Mathematik erfolgen kann.

Einheitsbetrachtung zwischen Stipendium der TUM und Beschäftigung an der TUM

Das Stipendium an sich ist keine abhängige Beschäftigung und daher grds. sozialversicherungs- und steuerfrei.
Der Hiwi-Job ist, sofern nicht unter der Geringfügigkeitsgrenze (450Euro), sozialversicherungspflichtig.
Wenn beide Tätigkeiten beim selben "Arbeitgeber" ausgeübt werden und nicht voneinander getrennt sind,
sind diese zusammen zu rechnen, sodass auch das Stipendium sozialversicherungspflichtig wird.

Zwischen der Tätigkeit im Rahmen des Stipendiums und der Tätigkeit im Rahmen des Hiwi-Jobs darf kein zeitlicher, örtlicher und sachlicher Zusammenhang bestehen.

Sollte es zu einer Einstellung kommen, benötigen wir vom Betreuer und der Hilfskraft

  • eine schriftliche Bestätigung über die Aufgaben des Hiwi-Jobs ggü. der Stipendiatentätigkeit und dass kein sachlicher, zeitlicher und örtlicher Zusammenhang zwischen diesen besteht
    Bestätigung Stipendium.pdf
  • eine Bestätigung der Kenntnisnahme, dass es ggf. im Rahmen einer steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Prüfung zu einer erheblichen Nachentrichtung von Steuer- und Sozialversicherungsbeiträgen kommen könnte


Siehe auch:

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Sozialversicherungsrecht

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Die folgenden Informationen

sollen nur einen groben Überblick über das Sozialversicherungsrecht geben,

sie decken die gesetzlichen Regelungen nicht vollständig ab und

sind ohne Gewähr.

Für spezielle Fragen im jeweiligen Einzelfall wenden Sie sich bitte an Ihre Krankenkasse.

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Arbeitnehmer unterliegen grds. der Sozialversicherungspflicht, d.h. ein Teil der monatlichen Bezüge fließt in das gesetzliche System der Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung, was der Sicherung für den Fall von Krankheit, Pflegebedürftigkeit, Arbeitslosigkeit sowie im Alter dienen soll.

Der Beitrag in diese Systeme wird zu einem großen Teil anteilig vom Arbeitnehmer und vom Arbeitgeber getragen.

Hinzu kommen die steuerlichen Abgaben, die vom Arbeitnehmer getragen werden.

Geringfügige Beschäftigung

Seit dem 01.01.2013 gilt für geringfügig Beschäftigte grundsätzlich Versicherungspflicht in der Rentenversicherung. Auf eigenen Wunsch kann ein Antrag auf Befreiung gestellt werden. Bei allen anderen Versicherungen gilt nach wie vor Versicherungsfreiheit.
Eine geringfügige Beschäftigung  liegt vor, wenn das Entgelt aus dem Beschäftigungsverhältnis 450,- € im Monat  regelmäßig nicht übersteigt.
Hier wird die jährliche Sonderzahlung anteilig mit eingerechnet.
Bei Vorliegen mehrerer geringfügiger Beschäftigungen erfolgt eine Zusammenrechnung.

In diesem Zusammenhang ist auch zu beachten, dass bei der Beurteilung der Geringfügigkeitsgrenze nicht nur der betroffene Kalendermonat sondern immer der gesamte rückwirkende Vertragszeitraum innerhalb eines Kalenderjahres betrachtet bzw. berücksichtigt wird.

(Bsp.: Im September wird der gesamte Verdienst aus dem Kalenderjahr (Januar bis September inkl. anteiliger Sonderzahlung) und die Geringfügigkeitsgrenze für den entspr. Zeitraum (9 Monate * 450,- € = 4050,-€) gegenübergestellt.)



Für Hilfskräfte liegt die Geringfügigkeitsgrenze derzeit (Stand 01.01.2013) bei folgendem Umfang der Tätigkeit:

1. Studentische Hilfskräfte, mit aktueller Immatrikulation an einer deutschen Hochschule

10,0 Wochenstunden mit 409,- € monatlich(409,00 € + (409,00 € x 70 % : 12 Monate) = 432,86 €)


2. wiss. Hilfskräfte mit einem Bachelor (Univ.) sowie vergleichbaren Abschlüssen

8,5 Wochenstunden mit 407,- € monatlich(407,00 € + (407,00 € x 70 % : 12 Monate) = 430,74 €)


3. wiss. Hilfskräfte mit einem Diplom (Univ.) oder Masterabschluss sowie vergleichbaren Abschlüssen

6,5 Wochenstunden mit 421,- € monatlich(421,00 € + (421,00 € x 65 % : 12 Monate) = 443,80 €)


Wer innerhalb dieser Verdienstgrenzen beschäftigt ist, muss als Arbeitnehmer keinen Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung, Pflegeversicherung und Arbeitslosenversicherung zahlen.
Für jemanden, der familienversichert in einer privaten Krankenversicherung ist, gelten ggf. hiervon abweichende Regeln oder Grenzen. Näheres hierzu ist bei dem jeweiligen Versicherungsunternehmen zu erfragen.

Gleitzone

Wer mehr als 450,00 €, aber weniger als 850,00 € monatlich  verdient, zahlt jedoch nicht sofort den vollen Beitrag, sondern befindet sich in der sog. Gleitzone . In diesem Bereich trägt zwar der Arbeitgeber seinen hälftigen Beitragsanteil auf Grundlage des tatsächlichen Arbeitsentgelts, der Arbeitnehmer jedoch zahlt den Beitrag unter Zugrundelegung einer ermäßigten Entgeltgrundlage.

Versicherungsfreiheit und Versicherungspflicht für Studenten

Parallel hierzu nehmen Studenten innerhalb der gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung, nicht jedoch in der Rentenversicherung, einen Sonderstatus ein.
Sie sind während der Dauer ihres Studiums bei einer Beschäftigung versicherungsfrei, auch wenn sie mehr als 450,00 € monatlich verdienen. Um den Studentenstatus nicht zu verlieren, darf man jedoch nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten, da das Studium überwiegend sein muss.
Während der vorlesungsfreien Zeit dürfen Studenten grds. auch mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten ohne den Studentenstatus zu verlieren.

Achtung: Das gilt nicht für Promotions-Studenten, da diese nicht zu den "ordentlichen Studierenden" im Sinne der Sozialversicherung zählen, weil das Promotionsstudium nicht mehr zur wissenschaftlichen Ausbildung gehört. (BSG-Urteil und Gemeinsames Rundschreiben der Krankenversicherungsspitzenverbände). Bei Verdienst über der Geringfügigkeitsgrenze tritt hier Sozialversicherungspflicht ein.

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Ausländische Studenten 

Für die Beschäftigung von EU-Ausländern muss eine Kopie eines gültigen Passes vorgelegt werden.

Dieser bestätigt, dass die Person zum Aufenthalt (und Ausübung einer Beschäftigung) in Deutschland berechtigt ist.

 

Nicht-EU-Ausländer, die in ihrem Pass nur den Vermerk "Beschäftigung bis zu 120 Tage/ 240 halbe Tage im Jahr erlaubt" eingetragen haben, müssen mit dem Betreuer eine Arbeitszeitvereinbarung machen und während der Beschäftigung immer das Formular "Auflistung der Arbeitstage" ausfüllen und nach Vertragsende an das Servicebüro zurück schicken.

Bei einer Beschäftigung über 120 Tage bzw. 240 halbe Tage hinaus benötigen Ausländer, die nicht aus der EU kommen, eine Arbeitserlaubnis. Ohne diese dürfen sie nicht länger beschäftigt werden. Verstöße hiergegen stellen eine Ordnungswidrigkeit dar.

 

Für Studenten gibt es die Möglichkeit "studentische Nebentätigkeiten" von der "120-Tage-Regelung" ausnehmen zu lassen. Die Genehmigung kann die zuständige Ausländerbehörde erteilen und in den Pass eintragen.

 

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Merkblätter

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Ersteintrag: 28.02.2013
Autor: Sabrina Falkenberg, Herbert Ehler